Wie ich bereits im letzten Beitrag erwähnt hatte, brauchte ich nach dem Trip nach Südkorea zunächst einige Tage, um die Enttäuschung zu verarbeiten und zu Hause zu regenerieren. Der Fokus war aber rasch wieder auf die kommenden Aufgaben gerichtet. Der Europaauftakt in Nové Město und Leogang zeigte dann auf, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Jetzt steht mit der Lenzerheide eines der Saisonhighlights an.
Leider erwischte mich in den Tagen vor dem Rennen in Nové Město na Moravě eine Erkältung. Entsprechend reiste ich nicht ganz bei 100 Prozent nach Tschechien, die Motivation war aber dennoch hoch.
Das Short Track nutzte ich in erster Linie, um zu sehen, wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Der Test verlief zufriedenstellend und gab mir Zuversicht für das Cross-Country-Rennen vom Sonntag. Dort fühlte ich mich bereits deutlich besser. Trotz eines Defekts in der ersten Rennhälfte liess ich mich nicht aus dem Konzept bringen und fand immer besser in meinen Rhythmus. Am Ende resultierte Rang zwölf, knapp ausserhalb der Top 10. Vor allem das Gefühl auf dem Bike stimmte mich positiv.
Leogang hat einmal mehr «geliefert»
Leogang zählt seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsrennen. Die Strecke liegt mir, auch wenn es in diesem Jahr einige Anpassungen am Layout der Runde gab. In den Tagen vor dem Rennen hatte es viel geregnet, weshalb die Ausgangslage schwierig einzuschätzen war. Bis zum Männerrennen am Sonntag trocknete die Strecke aber etwas ab und sorgte für durchaus faire Bedingungen.
Nach einem guten Short Track (12. Platz) konnte ich das Cross-Country-Rennen aus der zweiten Reihe in Angriff nehmen. Ich fand nicht von Beginn an gut ins Rennen aber konnte mich im Verlauf stetig nach vorne arbeiten. Natürlich waren meine Erwartungen in Leogang höher, aber mit Rang sechs bin ich zufrieden. Das Rennen hat mir gezeigt, dass die Richtung stimmt und ich auf einem guten Weg bin.
Steigerungslauf findet auf der Lenzerheide den nächsten Höhepunkt
Nun richtet sich der Fokus voll auf die Lenzerheide. Das Heimrennen gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen im Kalender des Teams und mir. Die Zuschauermassen in der Zielarena und an der Strecke machen den Event immer zu etwas Besonderem für uns Schweizer. Vor heimischem Publikum zu fahren und die Unterstützung entlang der Strecke zu spüren, gibt zusätzliche Energie. Die Form stimmt und die Motivation ist hoch. Ich freue mich auf die kommenden Tage in den Bündner Bergen.
Euer Math
