Ein Rennen, das Mut macht

Nach herausfordernden Wochen ist mir an den Europameisterschaften endlich wieder das Rennen gelungen, auf das ich so lange hingearbeitet habe. Rang vier ist zwar knapp an einer Medaille vorbei, fühlt sich aber trotzdem wie ein wichtiger Schritt nach vorne an.

In meinem letzten Blog habe ich offen über die schwierigen Wochen gesprochen. Die Atemprobleme, die ausbleibenden Resultate und die damit verbundenen Zweifel waren nicht einfach. Gleichzeitig habe ich nach Andorra gespürt, dass sich etwas verändert. Das gute Gefühl auf dem Bike war zurück – auch wenn das Resultat dies damals noch nicht vollständig widerspiegelte.

An den Europameisterschaften hat sich dieses Gefühl nun bestätigt.

Der Knoten ist geplatzt

Von Beginn an konnte ich mein Rennen fahren und mich in der Spitzengruppe behaupten. Es tat gut, wieder mit den Besten mithalten zu können und zu spüren, dass die Beine da sind, wenn es darauf ankommt. Nach den vergangenen Wochen war das nicht selbstverständlich und macht diesen vierten Platz für mich besonders wertvoll.

Mehr als nur Rang vier

Natürlich wäre ich gerne mit einer Medaille nach Hause gefahren. Bis kurz vor Schluss war alles offen. Erst ein Reifendefekt in der zweitletzten Runde zwang mich zu einem Boxenstopp und kostete mich den direkten Anschluss an die Spitze. Ohne diesen Zwischenfall wäre bis zum Schluss alles möglich gewesen.

Im ersten Moment überwiegt in einer solchen Situation natürlich der Ärger. Eine Europameisterschaftsmedaille gewinnt man nicht alle Tage. Mit etwas Abstand sehe ich aber vor allem das Positive. Ich konnte wieder ein Rennen auf höchstem Niveau zeigen, war konkurrenzfähig und habe mir selbst bewiesen, dass ich nach wie vor vorne mitfahren kann.

Dieses Vertrauen ist mindestens so viel wert wie das Resultat.

Mit Zuversicht in die entscheidende Saisonphase

Jetzt beginnt die Vorbereitung auf das letzte Drittel der Saison. Die Motivation ist gross und ich freue mich auf die kommenden Rennen. Der grosse Höhepunkt wartet Ende August mit den Weltmeisterschaften in Val di Sole.

Die Europameisterschaften haben mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Darauf möchte ich in den nächsten Wochen aufbauen – mit Geduld, harter Arbeit und der Überzeugung, dass noch einiges möglich ist.

Euer

Math

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